Norbert Beck

Ihr Abgeordneter im Landtag

Norbert Beck



Auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Norbert Beck besuchte Martin Jäger, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, die Polizeireviere Horb und Freudenstadt in Begleitung des Leitenden Polizeidirektors Ralf Thimm vom Polizeipräsidium Tuttlingen, welcher für die Reviere zuständig ist.

Vorrangige Themen waren in beiden Häusern die Personalengpässe durch die anstehenden Pensionierungen und die Liegenschaften.

Im Revier Horb gibt es keine festen Schichten mit den gleichen Polizisten, sondern es wird nach dem „Pool“-Modell gestaltet. So kann jeder Beamte seinen Dienst individuell gestalten. Der Dienstplan wird jeweils zwei Monate im Voraus festgelegt. „Natürlich gibt es dann noch Verschiebungen und Änderungen“, so Revierleiter Markus Mast, „dies wird aber von den Beamten in der Regel akzeptiert und sie sind mit diesem modernen Arbeitszeitmodell zufrieden.“ Für Mast bedeutet dies eine höhere Flexibilität. Er kann viel schneller auf besondere Ereignisse reagieren. So ist der Personalbedarf zum Beispiel bei Großveranstaltungen wesentlich höher als an einem normalen Wochentag.

Einsatz- und sicherheitstaktisch sei der Standort in der Neckarstraße ideal, so Thimm. Daher wolle man auch einen möglichen Neubau in der Neckarstraße prüfen. „Auch die Gegenwart der Polizei innerstädtisch gibt der Bevölkerung Verlässlichkeit und wachsendes Vertrauen“, so Thimm. Bei einem Neubau würde die Stadt das landeseigene Haus, welches unter Denkmalschutz steht, gerne erwerben. Es würde ein „Haus der Stadt“ und könne das öffentliche Leben stärken, so OB Peter Rosenberger.

Sorgen bereitet Thimm und Mast die anstehende Pensionierungswelle. Die Kriminalpolizei und die gesamte Organisation der Polizei stehen in den kommenden Jahren vor einer Mammutaufgabe.

„Wir haben die größte Einstellungsoffensive in der Geschichte der Polizei gestartet und die Anzahl der Einstellungen auf 1.800 erhöht“, so Staatssekretär Jäger. Zur Bewältigung dieser Aufgaben werden in Herrenberg und in Wertheim weitere Ausbildungsstandorte ertüchtigt.

„Der Polizeiberuf ist attraktiv“, so Jäger. „Wir haben genügend Bewerbungen, auch von Abiturienten. Die jungen Leute haben wieder Lust, sich für das Gemeinwesen einzusetzen.“

Im Revier Freudenstadt gewährten Revierleiter Gerold Schumacher, Peter Nitsch und Heinrich Reiser den Beteiligten einen Einblick in die Kriminalstatistiken. So ist die Anzahl der Straftaten konstant und unter dem Landesdurchschnitt. Positiv zu vermerken ist, dass die Aufklärungsquote vom Jahr 2009 von 55,2 auf 63,5% im Jahr 2017 gestiegen ist. Dabei gehen erfreulicherweise die Einbruchsdiebstähle seit 2013 stetig zurück.

OB Julian Osswald sicherte zu, dass er eine Verbesserung bei den Parkflächen für Polizeifahrzeuge zum Schutz vor Vandalismus unterstützen möchte. Für Osswald ist der Standort des Polizeireviers hervorragend, da er sehr zentral liegt und damit für die Beamten kurze Wege anfallen.

Nicht erfreulich ist derweil der Anstieg der Rauschgiftdelikte. Diese Problematik hat Staatssekretär Jäger im Blick, lässt aber auch den Rückschluss zu: „Die steigende Anzahl der Delikte ist auch ein Verdienst der Kripo, hier weiter verstärkt zu kontrollieren und hohe Einsatzbereitschaft zu zeigen.“

Fazit Norbert Beck MdL: „Die Personalsituation ist sehr angespannt. Es liegt noch eine große Durststrecke bis 2020 vor uns, bis die vermehrten Einstellungen sich auch bei den Revieren bemerkbar machen. Was unsere Polizistinnen und Polizisten derzeit leisten ist bemerkenswert“, so Beck abschließend mit einem Dank an Staatssekretär Jäger und alle Beteiligten.

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